Nachhaltigkeit verkaufen

Nachhaltigkeit ist die beste Geschäftsmöglichkeit: Wir können unseren Umsatz steigern und unsere Kunden (und deren Kunden) können effizienter und kostengünstiger arbeiten, ohne die Ressourcen der Erde weiter zu verbrauchen. Unser Streben nach nachhaltigen Lösungen ist nur ein weiterer Weg, die Bedürfnisse unserer Kunden frühzeitig zu erkennen und zu erfüllen, so wie wir es seit mehr als achtzig Jahren getan haben.

Bessere Möglichkeiten für unsere Kunden

Ziel für 2025: 70 % unserer Produkte und Lösungen entsprechen entweder unseren ökologischen und sozialen Grundprinzipien oder sie ermöglichen die Herstellung von Produkten, die ihnen entsprechen.

In unserem Unternehmen entwickeln wir Innovationen, um unseren Kunden mehr Nachhaltigkeit zu bieten. Unser Geschäftsbereich Label and Graphic Materials (LGM), unser größter Geschäftsbereich, entwickelt ClearIntentTM, ein wachsendes Portfolio von Hunderten von Produkten aus Materialien, die in geringerer Menge, recycelt, recycelbar oder verantwortungsbewusst bezogen werden. Dazu gehören Etiketten aus pflanzlich hergestellter Folie, Etiketten für Plastikflaschen, die sich im Recyclingprozess leichter ablösen lassen und eine breite Palette von Etiketten aus FSC®-zertifiziertem Papier.

Ebenso ermöglicht unser Geschäftbereich Retail Branding und Information Solutions (RBIS) den Kunden routinemäßig, herkömmliche Verpackungen und Markenelemente durch umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen. RBIS bietet Etiketten aus 100 % recyceltem Polyestergarn an. FSC®-zertifiziertes Papier für grafische Karten, Schilder und Etiketten, Verbinder aus recyceltem Kunststoff zum Befestigen von Marken- und Preisschildern und Tüten aus Biokunststoff, einer pflanzlichen Alternative zu konventionellem Polyethylen auf Erdölbasis.

Unsere Produktangebote lösen noch nicht jedes Problem im Bereich der Nachhaltigkeit, aber sie sind ein wichtiger Ausgangspunkt für Unternehmen und ein starkes Fundament für unsere Zukunft auf diesem Markt. Angetrieben von unseren Zielen für 2025 und unserer Verpflichtung, Veränderungen innerhalb unserer Lieferketten zu bewirken, freuen wir uns darauf, unser Streben nach bahnbrechenden Lösungen in Sachen Nachhaltigkeit fortzusetzen.

Nachhaltigkeit mit GreenprintTM darstellen

Avery Dennison Greenprint ist unser Tool, um die Umweltauswirkungen von Verpackungen, Etiketten und anderen Lösungen, die wir unseren Kunden und deren Endkunden bieten, zu analysieren. Greenprint hilft unseren Kunden dabei, fundierte Entscheidungen über das zu verwendende Material zu treffen, und liefert eine Analyse über den gesamten Lebenszyklus, der für ein Produkt erforderlich ist: Wasser, Elektrizität, fossile Materialien und biobasierten Materialien (wie Bäume). Wir zeigen Kunden, wie sie diese Umwelteinflüsse durch effizienteres Design oder den Einsatz von recycelten Materialien reduzieren können. Greenprint hat sich besonders bei Bekleidungsmarken bewährt, die von unserem Geschäftsbereich RBIS beliefert werden. Es wird zunehmend auch von unseren LGM-Kunden verwendet, insbesondere für den schnelllebigen Konsumgütermarkt.

Greenprint war eines der ersten Tools für Auswirkungsanalysen in unserer Branche, und es ist immer noch einzigartig in seinem Fokus auf die Auswirkungen, die bei der rohstoffintensiven Phase der Rohstoffgewinnung und -herstellung auftreten. Im Jahr 2016 haben wir zertifiziertes Papier und Stoff zu den verschiedenen Faktoren hinzugefügt, die von Kunden analysiert werden können, wenn sie ein Gleichgewicht zwischen Kosten, Leistung und Nachhaltigkeit suchen.

Die Herausforderung annehmen im Bereich Etikettenabfall

Ziel für 2025: Zur Beseitigung von 70 % der Abfälle in Form von Abfallgittern und Trägerpapieren aus unserer Wertschöpfungskette.

Eine unserer größten und dringendsten Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit besteht darin, die Abfälle unserer druckempfindlichen Etiketten zu reduzieren, insbesondere die Trägerpapiere und die Abfallgitter, die übrig bleiben, nachdem unsere Kunden und Endkunden die Etiketten angebracht haben.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2025 70 % der Abfälle von Trägerpapieren und Abfallgittern aus unserer Wertschöpfungskette zu entfernen. Um dorthin zu gelangen, arbeiten wir mit Kunden, Recyclern und anderen zusammen, um eine Recycling-Infrastruktur und ein Verarbeitungsnetzwerk zu schaffen, das aktuell nicht in dem Maßstab existiert, der den Bedürfnissen unserer Kunden entspricht. Bisher bedeutete das, auf Forschungsarbeit Bezug zu nehmen, um sowohl unseren Kunden als auch den Recyclern zu zeigen, dass unsere Etiketten-Trägerpapiere recycelbar sind, und weltweit Recycling-Unternehmen zu finden, die bereit sind, sie zu recyceln. Unser oberstes Ziel, das wir in den nächsten Jahren verfolgen werden, besteht darin, ein komplettes, in sich geschlossenes, branchenweites System zu schaffen, mit dem Etiketten-Trägerpapier auf einfache Weise recycelt und in manchen Fällen wieder aufgearbeitet und zu neuem Trägerpapier verarbeitet werden kann. Es ist eine große Herausforderung und wir glauben, dass wir durch unsere Expertise, unsere Reichweite und unseren Einfluss optimal positioniert – und dadurch auch dazu verpflichtet – sind, sie anzunehmen. 

Kultivierung von mehr FSC-zertifizierten Forstgebieten

Ziel für 2025: Wir werden zu 100 % zertifiziertes Papier beziehen, 70 % davon mit Forest Stewardship Council®-Zertifizierung.

Da Wälder für die Umwelt, die lokale Wirtschaft und für die Herstellung des Papiers, auf deren Lieferung wir uns in unserem Betrieb verlassen, unverzichtbar sind, nutzen wir unsere Kaufkraft und Partnerschaften, um die Menge an unter FSC®-zertifizierter Verwaltung stehenden Forstgebieten zu erhöhen.

Von 2014 bis 2016 hat sich die Avery Dennison-Stiftung gemeinsam mit der Rainforest Alliance drei Jahre lang bemüht, um die Menge an FSC®-zertifiziertem Wald in der schroffen und ökologisch wichtigen Region La Mosquitia im Nordosten von Honduras zu erhöhen. Ein Zuschuss in Höhe von 600.000 US-Dollar und technisches Know-how wurden geleistet, um die Holzproduzenten darin zu schulen, wie Holz profitabel geerntet werden kann, wie das Land zu verwalten ist und wie sie sich Märkten anschließen, während sie gleichzeitig die Gesundheit des Ökosystems Wald erhalten können. Als ein Ergebnis des Projektes sind mehr als 30.000 Hektar Mahagoni und andere Harthölzer unter verbesserter Verwaltung oder sind im Begriff, eine FSC®-Zertifizierung zu erhalten. Durch das Projekt wurden die Verwaltungskapazitäten von 18 kleinen und mittleren Unternehmen verbessert und mehr als 650 unbefristete Arbeitsplätze geschaffen. Die Holzproduzenten haben einen Marktzugang für neue Holzarten und -produkte gewonnen. Der Umsatz mit nachhaltig produzierten Holzprodukten stieg innerhalb von drei Jahren auf 2,1 Millionen US-Dollar und übertraf damit das ursprüngliche Ziel des Projekts um 22 %.

Die Stiftung arbeitet jetzt mit der Rainforest Alliance, dem US-USA Forest Service und mehreren anderen Unternehmen in den USA.in der Appalachian Woodlands Alliance (AWA), um Waldbesitzern in den südlichen und zentralen Appalachen zu helfen, ihr Land gemäß FSC®-Verfahren zu bewirtschaften. Im Gegensatz zu den Wäldern im amerikanischen WestenUSA, die größtenteils von staatlichen und privaten Holzunternehmen verwaltet werden, befinden sich die Wälder der Appalachen im Besitz tausender Einzelbesitzer auf Flächen, die im Durchschnitt ein paar Dutzend Hektar groß sind. In zunehmendem Maße werden Eigentümer dazu verleitet, ihre Grundstücke an Bauunternehmer zu verkaufen, die viele Bäume auf einmal roden, um Platz für Wohnraum oder Kaufhäuser zu schaffen. AWA arbeitet unter anderem mit Botschaftern aus der lokalen Forstindustrie zusammen, um den Grundbesitzern den wirtschaftlichen und kulturellen Nutzen nachhaltig bewirtschafteter Wälder zu zeigen. In Zusammenarbeit mit einer beratenden Gruppe von regionalen Experten hat das Bündnis auch Empfehlungen zur Unterstützung eines gesunden Waldökosystems entwickelt, die Waldbesitzern eine klare Anleitung für Naturschutz geben. AWA hat ein neues Instrument zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung entwickelt zur Abschätzung von Erntezeitpunkten mit dem Ziel, die Menge an nachhaltig geernteten Holzprodukten im Projektgebiet deutlich zu steigern.

Nachhaltige Bekleidung fördern

Wir arbeiten mit Kollegen und Partnern zusammen, um die soziale und ökologische Verantwortung in der Bekleidungsindustrie zu erhöhen, hauptsächlich durch unsere Mitgliedschaft in der Sustainable Apparel Coalition, einer Allianz zwischen der Bekleidungs-, Schuh- und Heimtextilindustrie. Der Schwerpunkt der Koalition liegt auf dem Higg-Index, einem standardisierten Instrument zur Bewertung der Lieferkette, das Unternehmen hilft, ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen zu verstehen. Im Jahr 2016 wurde Helen Sahi, unsere leitende Direktorin für Nachhaltigkeit, in den Verwaltungsrat der Koalition gewählt und ist weiterhin Mitglied ihrer Arbeitsgruppe Sozial- und Arbeitskonvergenz. Als ein Unternehmen, das sich an der Schnittstelle mehrerer Lieferketten befindet und sowohl als Käufer als auch als Zulieferer Einfluss nimmt, sind wir stolz darauf, der Koalition die Perspektive eines Herstellers näher bringen zu können.

 

Weitere Beispiele

Auf Recyclingbetriebe zugehen

Ein Etikett für LIFEWTRTM