Den Weg bereiten für nachhaltige Forstwirtschaft

Gemeinsam mit der Rainforest Alliance und anderen Verbänden
ermutigen wir die Landbesitzern in den Appalachen dazu, die Wälder auf intelligente Weise
zu bewirtschaften.

Die Wälder auf dieser Welt sind ökologisch und ökonomisch unentbehrlich. Sie liefern unverzichtbare ökologische Leistungen, wie beispielsweise die Aufnahme und Speicherung von Kohlendioxid, das sich andernfalls in der Atmosphäre ansammeln und zur globalen Klimaerwärmung beitragen würde. Gleichzeitig fördern Wälder den Handel und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Damit der Wald und auch der Mensch überleben kann, muss die Menschheit schon bald zu einem Gleichgewicht finden zwischen Erhalt und Nutzung der Wälder als notwendige Ressource.

Viele Produkte bei Avery Dennison werden aus Papier hergestellt. Unser Unternehmen ist somit abhängig von einer nachhaltigen Lieferung in diesem Bereich. Um eine solche zu erschaffen und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung um ihrer selbst willen zu fördern, haben wir uns verpflichtet, bis 2025 100 % zertifiziertes Papier zu beziehen, wovon 70 % von der Forest Stewardship Council® (FSC), den Urhebern des „Goldstandards“ in Sachen Nachhaltigkeit für Holzprodukte, zertifiziert sein sollen.

Weil mehr FSC®-zertifizierter Forstbestand jeglicher Art grundsätzlich von Vorteil ist, kümmern wir uns darum auch an Orten, an denen Bäume zu anderen Zwecken als zur Papierproduktion abgeholzt werden. 2016 schlossen wir uns der Appalachian Woodlands Alliance an, einer Partnerschaft, zu der auch die Rainforest Alliance USA gehörte, sowie Forest Service, Staples, Inc.,Evergreen Packaging, Columbia Forest Products, Kimberly-Clark und Domtar. Ziel dieser Partnerschaft ist, mehr Landbesitzer in den südlichen und zentralen Appalachen dabei zu unterstützen, ihr Land gemäß FSC®-Verfahren zu bewirtschaften und gleichzeitig die Märkte für nachhaltige Holzprodukte zu verbessern.

Im Gegensatz zu den riesigen Waldbeständen im amerikanischen Westen, die im Besitz der Regierung oder der Konzerne sind, gehört ein Großteil des Waldes im Südosten Tausenden von Kleinbauern auf Flächen, die im Durchschnitt ein Dutzend Hektar groß sind. Im Gegensatz zu Holzunternehmen betrachten kleinere Grundbesitzer ihre Wälder nicht in erster Linie als Cash-Crop. Für sie sind sie zunächst ein charakteristisches Merkmal der Landschaft und ein Erholungsraum.

In der Vergangenheit haben Waldbesitzer in den Appalachen nur ein- oder zweimal in ihrem Leben Bäume geerntet. Sie haben einige Bäume gefällt, wenn sie ihrem Kind eine Collegeausbildung finanzieren mussten oder in den Ruhestand gehen wollten. Aber die Eigentümer werden immer mehr dazu animiert, ihre Grundstücke an Bauunternehmer zu verkaufen, die viele Bäume auf einmal roden, um Platz für Wohnraum oder Kaufhäuser zu schaffen. Mit dem Verlust der Wälder geht auch vieles Unersetzbare verloren, ob ökologisch, wirtschaftlich oder kulturell. Indem die Rainforest Alliance es schafft, mehr Landbesitzer von den Vorteilen einer FSC®-Zertifizierung zu überzeugen, könnte der Wert des Waldes für Generationen erhalten bleiben.

Man muss auf die Eigentümer eingehen und jedem Einzelnen erklären, auf welche Weise Waldbewirtschaftung und -ernte nachhaltig Renditen erzielen können, die ebenso gut oder besser sind als bei konventioneller Abholzung. Ortsansässige Förster schließen sich dafür den Mitarbeitern der Rainforest Alliance an. Andere „Botschafter“ aus der lokalen Forstindustrie setzen sich ebenfalls dafür ein.

In Zusammenarbeit mit einer beratenden Gruppe von regionalen Experten hat die Rainforest Alliance Empfehlungen zur Unterstützung eines gesunden Waldökosystems entwickelt, die Waldbesitzern eine klare Anleitung für Naturschutz geben. Darüber hinaus hat das Bündnis ein Instrument für die Forstbewirtschaftung entwickelt für den produktiven Einsatz bestehender Holzbeschaffungssysteme und zur Abschätzung von Erntezeitpunkten mit dem Ziel, die Menge an nachhaltig geernteten Holzprodukten deutlich zu steigern.

„Es geht darum, den Eigentümern zu zeigen, dass nachhaltiges Waldmanagement in ihrem eigenen Interesse ist, und damit sie sich fragen: Warum sollte ich das nicht tun?“, sagt Richard Donovan, Senior Vice President und Vice President für Forstwirtschaft bei der Rainforest Alliance.

Roland Simon, Leiter im Bereich Nachhaltigkeit und Vice President im Bereich Einkauf für unseren Geschäftsbereich Label and Graphic Materials, stimmt dem zu. "Wenn man auf einer Fläche von 1.000 Hektar Holz ernten möchte, gibt es zwei Arten, dies zu tun: eine nachhaltige und eine nicht nachhaltige. Und wenn die Kosten und Einnahmen exakt gleich sind, wären vermutlich mehr Menschen vernünftig und würden denken: Wenn ich es auf die nachhaltige Art mache, könnte ich die Wälder für nachfolgende Generationen erhalten.'“

Weitere Informationen über unser Engagement für FSC®  erhalten Sie hier.